Unterschied zum Hauptwohnsitz
Kurz gesagt: Der Hauptwohnsitz ist die Wohnung, in der du dich am meisten aufhältst, bzw. die Wohnung, wie von dir vorwiegend genutzt wird. Dein Zweitwohnsitz ist dann die Wohnung, die eben nicht der Hauptwohnsitz ist. Oft wird aber die Wohnung bei den Eltern (z.B. bei Studierenden) als Hauptwohnsitz angeboten und die Studentenwohnung dann als Zweitwohnsitz. Bei Pendlern ist es oft die Wohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes, in der sie unter der Woche mehr Zeit verbringen.
Was alles als “Zweitwohnsitz” gilt, ist allerdings nicht genau festgelegt. Manchmal reicht es schon, dass es ein (geschlossener) Raum ist, der zum Schlafen genutzt wird. In anderen Fällen muss es eine “abgeschlossene Wohneinheit” sein, mit Küche (oder Küchenzeile) und Bad. Manchmal gelten sogar Block- oder Gartenhütten als Wohnsitz, obwohl diese oft über keinen richtigen Schlafplatz verfügen.
Zweitwohnsitz anmelden

Die Anmeldung des Zweitwohnsitzes läuft nicht anders ab, als die des Hauptwohnsitzes. Wichtig ist, dass du dich innerhalb von zwei Wochen ummeldest. Dafür machst du einen Termin beim Einwohnermeldeamt. Mach diesen am besten bereits vor dem Umzug, damit du keine Zeitnot bekommst. In einigen Ämtern kannst du auch spontan vorbeischauen. Die Anmeldung ist meist kostenlos, in seltenen Fällen wird eine Gebühr von ca. 10€ verlangt.
Die Wohnungsgeberbestätigung enthält folgende Informationen: Name und Anschrift des Wohnungsgebers, Datum des Einzugs, Anschrift der Wohnung, Namen der Bewohner, Info, ob es sich um den Ein- oder Auszug handelt. Ziehen mehrere Leute in die Wohnung ein, reicht eine Bestätigung. Der Vermieter kann mehrere Mieter dort vermerken.
Anders ist es, wenn der Lebensgefährte oder die Lebensgefährtin zum jeweiligen Partner zieht. Dann braucht sie oder er eine eigene Bestätigung.
Dein Vermieter unterliegt hier der Mitwirkungspflicht, sprich: Er muss dir diese Bestätigung ausstellen, da sonst Bußgelder drohen. Sollte dein Vermieter sich weigern, dies auszustellen, wende dich am besten schnellstmöglich an das zuständige Meldeamt oder setz deinem Vermieter vorher eine Frist.
Zweitwohnsitz

Auf Zeit
Wenn du nur auf Zeit in einer Stadt oder zum Beispiel bei Freunden wohnst, ist es dann überhaupt nötig, dass du die Wohnung als Zweitwohnsitz anmeldest? Eine Ummeldung ist nicht nötig, wenn du weniger als sechs Monate in der Wohnung bleibst. Wenn diese Frist allerdings abläuft, musst du dich innerhalb von zwei Wochen ummelden.
Als Student_in oder Pendler
Wenn du studierst oder pendelst, musst du einen Zweitwohnsitz anmelden. Halte dich am besten an die obige Anleitung, so gibt es garantiert keine Probleme. Als Pendler hast du den Vorteil, dass du den Zweitwohnsitz und auch die Fahrtkosten steuerlich geltend machen kannst. Wenn du studierst oder eine Ausbildung absolvierst, also kein eigenes Einkommen hast, wirst du bei der Besteuerung nicht berücksichtigt. Die Infos hierfür holst du dir am besten beim zuständigen Amt.
Rechtliche Aspekte
In Deutschland besteht Meldepflicht. Das heißt, du bist nach deinem Umzug verpflichtet, dich innerhalb von zwei Wochen umzumelden. Ansonsten drohen Geldbußen von bis zu 1000€.
Aber wie bereits erwähnt, gibt es auch hier Ausnahmen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du dich ummelden musst, bzw. welche Schritte du gehen musst, setz dich am besten mit dem zuständigen Amt in Verbindung und lass dich beraten.
Steuerliche Aspekte
Neben der doppelten Miete, die für einen Zweitwohnsitz meist gezahlt werden muss, fallen oft noch andere Kosten an. In vielen Städten und Gemeinden kommt auch noch die sogenannte Zweitwohnsitzsteuer hinzu. Fällig wird sie, wenn du dein Zweitwohnsitz in einer anderen Stadt liegt als dein Hauptwohnsitz.
Berechnet wird diese mithilfe der Jahresnettokaltmiete, hier können die Abgaben stark variieren. In Berlin liegt der Satz bei 5%, in anderen Städten dafür bei bis zu 12%.
Doch auch hier gibt es Ausnahmen. Ausnahmen stellen zum Beispiel verheiratete Berufspendler oder auch Bewohner von Gemeinschaftsunterkünften und im Altenheim dar. In Bayern sind auch Geringverdiener von dieser Steuer befreit.
Achtung: Zahlst du diese Steuer nicht, drohen rechtliche Konsequenzen. Hier droht eine Geldstrafe oder im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe. Hier muss dann aber schon ein sehr hoher Betrag hinterzogen worden sein.
Fazit
Der Zweitwohnsitz hat Vor- und Nachteile, wobei die Vorteile hier überwiegen. Vor allem für Studierende und auch für Pendler stellt dies eine gute Möglichkeit dar, sich tägliche lange Fahrten zu ersparen.
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