Housy Blog
Fake-Inserate erkennen

Fake-Inserate erkennen – so schützt du dich!

Gerade in Großstädten nimmt die Wohnungsnot zu und auch hier gibt es leider schwarze Schafe, die sich in den Angeboten finden – Fake Inserate. Oft existiert das angegebene Objekt gar nicht und du hast schon eine hohe Kaution überwiesen. Zum Glück stellen solche Inserate die Ausnahme dar und nicht jedes gute Angebot ist automatisch von Betrügern eingestellt
Woran du diese erkennst und was du tust, wenn du auf solch eine Anzeige gestoßen bist, liest du hier.

So wird getäuscht – Fake-Inserate

Viele Betrüger gehen hier ähnlich vor und es reicht ein wenig Vorsicht und Verstand, um sich vor Fake-Inseraten zu schützen.

Vorsicht bei Vorkasse und Nachnahme

Vorkasse und Nachnahme Bargeld

Dies ist ein sehr gängiges Verfahren bei Betrügern. Der angebliche Vermieter kann auch mehr oder weniger glaubhaften Gründen (wohnt im Ausland, muss ein krankes Familienmitglied pflegen) nicht persönlich erscheinen oder hält sich sogar im Ausland auf. Der Schlüssel wird dir aber per Post zugeschickt, wofür du natürlich eine Kaution zahlen sollst. Doch sobald du das Geld überwiesen hast, kommt keine Rückmeldung mehr und auch der Schlüssel kommt nie an.

Aber auch bei Nachnahme ist Vorsicht geboten: Hast du bereits den Schlüssel, solltest du kein Geld überweisen, bist du dir die Wohnung zumindest kurz angesehen hast. Viele der Fake-Objekte existieren nämlich gar nicht. Oft passt der Schlüssel, solltest du den bekommen, auch nicht ins Türschloss. Wenn du einen Schlüssel bekommen hast, besichtige umgehend die Wohnung, bevor du die Nachnahmegebühr bezahlst, die du wahrscheinlich zahlen sollst.

Ein seriöser Makler verlangt kein Geld, bevor du dir die Wohnung oder das Haus angesehen hast. Außerdem sollst du das Geld an eine ausländische Bank überweisen, was auch ein gutes Indiz für einen Betrug ist.

Phishing-Mails oder Kopie des Ausweises

Oft geht es diesen Menschen nicht nur um dein Geld, sondern auch um deine Daten. Dafür werden oft sogenannte Phishing-Mails versendet. In diesen wirst du aufgefordert, dich über einen eingefügten Link einzuloggen oder einen Anhang zu öffnen. Dieser Anhang enthält oft Schadsoftware und der Link führt dich auf eine gefälschte Seite.

Oft sollst du auch eine Kopie deines Personalausweises schicken, aber auch hier ist Vorsicht geboten: Damit kann deine Identität für andere illegale Geschäfte genutzt werden. Öffne am besten keine Anhänge, die auf .exe enden. Achte auch auf auffällige Domains. 

So erkennst du den Betrug

Fake Inserate Betrug

Die gute Nachricht zuerst: Solche Fake-Inserate sehen fast immer gleich aus und sind somit leicht zu entlarven. Oft reicht es, sich die Anzeige ein bisschen genauer anzusehen.

1. Zu günstige Mieten

Eine vergleichsweise sehr günstige Miete ist schon mal ein sehr gutes Indiz dafür, dass es sich wahrscheinlich um Betrug handelt. Wirf am besten einen Blick auf ähnliche Wohnobjekte in der Gegend, um dich abzusichern, dass der Mietpreis realistisch ist. Der örtliche Mietpreisspiegel kann dir ebenfalls eine gute Orientierung liefern. Vor allem, wenn du dich in der Stadt nicht so gut auskennst, solltest du diesen auch im Blick behalten, da du hier ein realistisches Bild vermittelt bekommst.

2. Zu schöne Bilder

Oft enthalten Fake-Inserate keine Bilder, diese werden dir dann per Mail zugeschickt. Auf diesen Bildern siehst du dann Wohnungen, wie aus dem Prospekt oder wie in einem Hotel. Sie sehen eher aus wie Werbebilder und sind gut inszeniert. Hier kannst du ganz einfach die umgekehrte Bildersuche von Google verwenden – hier siehst du dann, ob die Bilder schon für etwas anderes verwendet wurden.

Oft gibt es auch einen starken Widerspruch zwischen Bild und Text. Es wird eine Zwei-Zimmer-Wohnung beschrieben und die Bilder beschreiben ein riesiges Loft.

Wenn du die Gegend kennst, kannst du auch gut beurteilen, ob diese Bilder der Realität entsprechen können oder ob der Baustil stark von den anderen Gebäuden abweicht. So kann es z.B. sein, dass es in dieser Gegend vorwiegend Plattenbauten gibt und du aber ein Bild einer luxuriösen Altbauwohnung bekommst.

3. Falsche Adresse

Auch die angegebene Adresse existiert oft nicht. Hier hilft es, die Adresse ganz einfach zu googeln. Existiert sie nicht, kannst du dir sicher sein, dass es sich hier um Fake-Inserate handelt.

4. Schlechte Sprachkenntnisse

Auf den ersten Blick erscheinen die Anzeigen oft schön und realistisch. Wenn du aber jemanden anschreibst und die Antwort auf Englisch oder in einem schlechten Deutsch geschrieben ist, ist Misstrauen angesagt. Oft agieren die Betrüger aus dem Ausland und nutzen Übersetzungsprogramme für ihre Mails.

5. Copy and Paste

Hast du das Gefühl, den Anzeigentext schon zu kennen? Dann hilft es oft, den Text (oder Ausschnitte daraus) bei Google einzugeben. Oft stößt du dann auf ähnliche oder sogar den gleichen Text auf einer anderen Immobilienseite. Gerade wenn es dort andere Kontaktdaten gibt, ist große Vorsicht geboten.

6. Wenig Angaben

Fake-Inserate sind oft nur mit sporadischen Informationen geschmückt. Es gibt keine Bilder, kaum Angaben zur Wohnung und vor allem fehlen Angaben zur Kalt- und Warmmiete, bzw. dazu, wie diese sich zusammensetzen.

Ebenso wie bei der Miete, wird auch kein klarer Ansprechpartner angegeben. Oder in der Anzeige steht ein anderer Kontakt, als in der Mail, die du bekommst.

Fake Inserate: Das kannst du tun

Wenn du die Fake-Inserate erkannt hast, bevor du Geld überwiesen hast: Glück gehabt. Hier ist es sehr hilfreich, wenn du das betroffene Portal umgehend informierst mit allen nötigen Angaben. Leite eventuell auch den Schriftverkehr weiter. Das entsprechende Portal dürfte sehr schnell reagieren, da so auch andere User geschützt werden.

Hast du Pech gehabt und dein Geld ist bereits weg? Kontaktiere so schnell wie möglich deine Bank und lass das Geld zurückbuchen. Hier die schlechte Nachricht: Einen Anspruch darauf hast du leider nicht. Hast du per Lastschrift bezahlt, hast du Glück im Unglück: Innerhalb von acht Wochen kannst du eine Erstattung verlangen.

Da es sich hier rechtlich betrachtet um Betrug handelt, hast du auch die Möglichkeit, Strafanzeige zu erstatten.

Die Verbraucherzentrale bietet dir auch persönlich Hilfe und kann dich mit Rat und Tat unterstützen.

Hier bei Housy findet die passende Wohnung dich – garantiert keine Fake-Inserate und mehrfach überprüft von unserem Team. Registriere dich auf Housy, dann findet deine Traumwohnung dich!

Das könnte dich auch interessieren: 

 

Raymond Naseem

Raymond Naseem

Co-Founder, Housy GmbH

Sebastian Melchert

Sebastian Melchert

Co-Founder, Housy GmbH