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Was darf ich auf meinem Balkon, Benimmregeln für den Balkon

Was darf ich auf meinem Balkon?

Sommer, Wärme, Sonnenschein – was gibt es da schöneres, als seine Freizeit draußen zu verbringen? Am liebsten natürlich am See oder in der Natur – doch Seen sind oft überfüllt und nicht jeder hat das Glück, einen eigenen Garten zu haben. Da bietet es sich doch an, die Zeit auf dem Balkon zu verbringen, ob mit einem guten Buch oder beim Grillen mit Freunden. Doch ist Grillen auf dem Balkon überhaupt erlaubt? Und wie sieht es mit dem rauchenden Nachbarn aus, dessen Rauch gern in deine Wohnung zieht? Was du auf deinem Balkon darfst und was du lieber vermeiden solltest, liest du hier!

Allgemein gesagt, ist auf deinem Balkon fast alles erlaubt, was keine Einschränkung für deine Nachbarn bedeutet oder wofür bauliche Veränderungen notwendig sind – ähnlich wie beim Renovieren deiner Wohnung. Balkonmöbel stellen zum Beispiel kein Problem dar.

Was darf ich auf meinem Balkon?

Bauliche Veränderungen

Bauliche Veränderungen sind nicht generell verboten, du solltest diese aber mit deinem Vermieter absprechen, oder einen Blick in deinen Mietvertrag oder in die Hausordnung werfen. Sind diese Veränderungen bei deinem Auszug wieder leicht zu entfernen, musst du diese nicht extra genehmigen lassen.

Aber Vorsicht: Wie so oft, entscheidet auch hier oft der Einzelfall, z.B. was das Anbringen eines Katzengitters angeht.

Ähnlich ist es beim Anbringen einer Markise – hier brauchst du die Zustimmung deines Vermieters, bevor du diese montierst. Allerdings darf dein Vermieter dies nicht verbieten, wenn die Beeinträchtigung seines Baueigentums nur in geringem Umfang ist.  Genau wie beim Katzengitter ist aber auch hier der Einzelfall entscheidend und du bist verpflichtet, die Markise nach deinem Auszug wieder zu entfernen, bzw. den Balkon in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Beim Anbringen eines Sichtschutzes ist es genauso. Wenn du auf der sicheren Seite sein willst, kontaktiere am besten deinen Vermieter und frag nach. 

Pflanzen und Tiere

So ein Balkon soll schön aussehen, viele Mieter verschönern diesen deshalb mit diversen Blumen und Pflanzen – aber auch hier gibt es die ein oder andere Einschränkung, die du im Blick haben solltest. 

Grundsätzlich darfst du die Blumen auf deinem Balkon frei aussuchen. Diese sollten nur so angebracht sein, dass sie auch bei starkem Wind nicht weggeweht werden. Das Gleiche gilt für Blumenkästen, die am Geländer angebracht sind. Hier lohnt sich ein Blick in deinen Mietvertrag und eine Nachfrage bei deinem Vermieter. Dass du beim Gießen aufpasst, dass kein Wasser auf Balkone unter dir tropft oder die Fassade runterläuft, ist natürlich selbstverständlich. Kleintiere, wie z.B. Hamster oder Meerschweinchen stellen generell kein Problem dar – aber nur solange keine Nachbarn belästigt werden. 

So ist das Halten von Hühnern auf dem Balkon untersagt. Ebenso wird bei Bienen der vertragsgemäße Gebrauch überschritten. Auch sind alle Gehege oder sonstige Vorrichtungen, die bauliche Veränderungen bedeuten, mit deinem Vermieter und auch mit deinen Nachbarn abzusprechen. Das Füttern von Vögeln ist hingegen gestattet, solange dies nicht zu einer zu großen Verschmutzung des Innenhofs führt.

Dekoration

Welche Dekorationen darf ich auf meinem Balkon haben

Ein Balkon alleine sieht etwas trist und leer aus, deshalb ist es doch naheliegend, diesen mit Fahnen oder auch Lichterketten zu schmücken. Fahnen gehören zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung, solange deine Nachbarn dadurch nicht eingeschränkt werden. Zudem muss diese sicher befestigt sein, ähnlich wie bei deinen Balkonpflanzen. Wenn du dafür allerdings in die Fassade bohren musst oder sich dadurch der optische Gesamteindruck des Gebäudes verändert, bedarf es der Zustimmung deines Vermieters.

Das Anbringen von Lichterketten gehört ebenso zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung, es sei denn das Anbringen bringt bauliche Veränderungen mit sich. Die sichere Befestigung sollte ebenso selbstverständlich sein.

Anders stellt es sich bei Bannern oder Flaggen dar, die ein (politisches) Statement enthalten. Hier muss zwischen freier Meinungsäußerung und dem Eigentumsrecht des Vermieters abgewogen werden. 

Party und Grillen

Egal ob Geburtstag, Grillfest oder Einweihung – ein Balkon lädt auch zum Feiern und Zusammenkommen ein, vor allem im Sommer.

Hier gilt vor allem das Gebot der Rücksichtnahme. Zum Beispiel mit einem Aushang kannst du deinen Nachbarn deine Feier ankündigen.. Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe, am besten verlagerst du die Party dann nach Drinnen in deine Wohnung, bevor dir Ärger wegen Lärmbelästigung droht.

Beim Thema Grillen gibt es keine klare Rechtssprechung, allerdings landeten schon mehrere Fälle, die sich mit der Zulässigkeit beschäftigen, vor Gericht. Hier solltest du vor allem Rücksicht auf deine Nachbarn nehmen und schauen, dass der Rauch nicht in ihre Wohnungen zieht. Am besten kündigst du auch dies deinen Nachbarn an, damit es keine Konflikte gibt. In so manchem Mietvertrag oder Hausordnung gibt es auch ein Grillverbot, sicher dich diesbezüglich am besten ab.

Streitfall Rauchen

Darf ich auf meinem Balkon grillen oder rauchen?

Wenn dein Nachbar raucht, kann das schnell zum Ärgernis werden, etwa wenn der Rauch in deine Wohnung zieht oder du deinen Balkon deshalb kaum nutzen kannst, weil der Qualm dich stört. Die schlechte Nachricht zuerst: Komplett verbieten darf dein Vermieter das Rauchen auf dem Balkon nicht. Allerdings darfst du eine sogenannte “Gebrauchsregelung” verlangen. Dies bedeutet, dass Zeiten vereinbart werden, in denen du deinen Balkon ohne Einschränkungen (sprich Rauch-Belästigung) nutzen kannst. Im Gegenzug werden auch Zeiten vereinbart, in denen dein Nachbar auf seinem Balkon rauchen darf. 

Was tun bei Streit?

Was tun, wenn der Nachbar wiederholt laute Feiern veranstaltet oder jeden Tag Grillfeste veranstaltet? Dein erster Schritt sollte die Kommunikation sein – am besten ohne gleich den Vermieter einzuschalten, z.B. wenn es um Lärmbelästigung geht. 

Fazit

Du wirst gemerkt haben, dass sich vieles bei Balkon und Mietrecht nicht genau definieren lässt und auch oft der individuelle Einzelfall entscheidet. Hier ist auch oft viel Toleranz gefordert – wenn es also zum Streit kommen sollte, such am besten das Gespräch mit deinem Nachbarn. Geht es um bauliche Veränderungen, lohnt sich ein kurzes Telefonat mit deinem Vermieter.

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Raymond Naseem

Raymond Naseem

Co-Founder, Housy GmbH

Sebastian Melchert

Sebastian Melchert

Co-Founder, Housy GmbH