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Alternative Wohnformen

Alternative Wohnformen

Egal ob Bauwagen, Mehrgenerationenhäuser oder sogar Ökodorf – alternative Wohnformen liegen im Trend, vor allem was das gemeinschafliche Wohnen angeht. Aufgrund steigender Mieten und knappem Wohnraum schließen Menschen sich zusammen, ziehen aufs Land oder gründen ganz eigene Wohngemeinschaften. Oft hat dies nicht nur finanzielle Aspekte, viele suchen auch die Gemeinschaft. Wir stellen euch einige dieser alternativen Wohnformen vor.

1. Bauwagen

Wohnen im Bau- oder Wohnwagen ist eine alternative Wohnform, die mit vielen romantischen Vorstellungen verknüpft ist. Allerdings gibt es auch viele Vorurteile, die abschrecken könnten: Wenig (oder nur sehr eingeschränkter) Platz, kein fließendes Wasser und eher was für alternative Aussteiger. Doch gerade das Einfache übt oft einen ganz eigenen Reiz aus. Zudem kann so ein Bauwagen ganz nach eigenen Belieben gestaltet werden.

Pro: So ein Wohn- oder auch Bauwagen kann zu einer Art Lebensprojekt werden, auch wenn du vielleicht nicht auf Dauer da drin wohnen willst. Hier hast du die Möglichkeit, dich kreativ auszutoben.

Contra: In Deutschland ist diese Wohnform noch nicht besonders etabliert, was unter anderem der Gesetzeslage geschuldet ist.

2. Senioren WGs

Alternative Wohnformen

Hier wohnen ältere Menschen zusammen, die zum einen nicht vereinsamen wollen oder auch das Altenheim für sich ablehnen. Viele wohnen alleine, da Kinder und Enkel oft in anderen Städten wohnen.

Hier teilen sich die Bewohner ein Haus oder eine Wohnung, jeder hat sein eigenes Zimmer. Getroffen wird sich in der Küche oder im Wohnzimmer. Eigentlich gibt es keine großen Unterschiede zu studentischen WGs, außer dass gegebenenfalls ein paar mal die Woche ein ambulanter Pflegedienst vorbeikommt. Die demografische Entwicklung ist eine der Ursachen dafür, dass sich dieses Konzept immer größerer Beliebtheit erfreut. Im Jahr 2030 soll der Anteil der über 60 Jährigen immerhin bei 30% liegen. Aber auch die steigenden Mieten sind ein ausschlaggebender Punkt.

Pro: Ein Leben in solch einer Wohngemeinschaft lässt auch im Alter auf keinen Fall Einsamkeit aufkommen. Zudem sind die Bewohner hier weitaus selbstständiger als im Altersheim und führen ein selbstbestimmtes Leben.

Contra: Wie in jeder WG kann es natürlich zu zwischenmenschlichen Differenzen kommen. Ein weiteres Problem könnte der alters- und ggf. behindertengerechte Ausbau sein, da dies einiges an Aufwand bedeutet.

4. Ökodorf und Selbstorganisiertes Wohnen

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Die Mieten in der Stadt steigen stetig an, was liegt da näher, als aufs Land zu ziehen? Auch hierfür tun sich gerade in den letzten Jahren immer mehr Menschen zusammen und bauen sich ein gemeinschaftliches Leben auf. Hier wird meist gemeinschaftlich ein Haus gekauft und oft auch modernisiert und ausgebaut. Mittlerweile wächst die Ökodorf-Bewegung auch immer weiter. Hier wird Nachhaltigkeit im besten Fall gelebt. Zum Beispiel werden Gemüse und Obst selbst angebaut und geheizt wird mit Holz und Solarenergie.

Pro: Solch ein Hof trägt definitiv zur Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks bei. Zudem herrscht dort oft ein anderes Gemeinschaftsgefühl als in der Großstadt und die Miete ist auch meist sehr viel günstiger.

Contra: Nicht jeder ist für Dorf- und Gemeinschaftsleben geeignet, gerade wenn das mit ein paar Einschränkungen verbunden ist.

5. Wohnen gegen Hilfe

Eine Wohnform, die sich immer mehr etabliert – auch in Berlin. Im Idealfall ergibt sich hier ein Konzept, in dem beide Parteien einen nutzen erzielen. Hier wird entweder wenig Miete oder sogar gar nichts gezahlt, im Gegenzug wird geholfen.

Bei dieser alternativen Wohnform wohnen z.B. Studierende bei Senioren und helfen diesen ab und an aus. Sei es der wöchentliche Einkauf, der Haushalt oder einfach der ein oder andere Ausflug – die Studierenden zahlen keine Miete, helfen dafür aber aus. Wie diese Hilfe aussieht und wie viele Stunden im Monat das sind, ist sehr unterschiedlich. Ein ungefährer Richtwert sagt aber, dass pro Quadratmeter eine Stunde im Monat geholfen wird.

Aber nicht nur alleinstehende Senioren nutzen diese alternative Wohnform. Auch in so manchem Altenheim wird dies angeboten. Auch viele Familien suchen jemanden für die Kinderbetreuung oder als Haushaltshilfe, etc.

Pro: Im idealen Fall entsteht ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis zwischen Haupt- und Untermieter.

Contra: Wie auch bei normalen WGs und Wohnungen gibt es manchmal schwarze Schafe. Manche Anbieter nutzen dich dann aus und du musst doch mehr arbeiten und leisten als anfangs gesagt. Auch kann es sein, dass du im Wohnen doch relativ eingeschränkt bist. Einige Personen haben oft ihre eigenen Tages- und Nachtzeiten und wollen in diesen auch nicht gestört werden.

6. Beginenhöfe

In sogenannten Beginenhöfen wohnen nur Frauen zusammen. Auch in Berlin gibt es mittlerweile solche Wohnmodelle. Diese alternative Wohnform gibt es bereits seit dem 12. Jahrhundert, hier schlossen sich ledige Frauen und Witwen zusammen, um in Hausgemeinschaften zu leben. Durch bewusst räumliche Nähe wird hier ein Netzwerk geschaffen, in dem sich gegenseitig geholfen und auch zugehört wird.

Pro: In solch einem Netzwerk bist du nie allein – diese alternative Wohnform ist ideal für alle, die selbstbestimmt aber nicht allein sein wollen.

Contra: So ein Leben auf engem Raum ist nicht jedermanns Sache, Männer müssen sich hier auch eine Alternative suchen.

Fazit

Hast du keine Lust, alleine zu wohnen – dann sind die meisten der hier vorgestellten Wohnformen ideal für dich! Du willst lieber deine eigene Wohnung? Dann melde dich direkt bei Housy an und der richtige Vermieter wird dich finden!

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Raymond Naseem

Raymond Naseem

Co-Founder, Housy GmbH

Sebastian Melchert

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