1. Wo findet ihr am besten eine Studentenwohnung?
Gerade in Großstädten sind freie Wohnungen alles andere als üppig gesät. Es gibt weitaus mehr Wohnungssuchende als bezahlbare Studentenwohnungen. Also hast du entweder einfach Glück oder nutzt die richtigen Kanäle.
2. Die richtige Zeit abpassen

Fällt kurz vor Semesterbeginn der Heuschreckenschwarm der neuen Kommilitonen in der Stadt ein, kann es ziemlich eng werden. Manchmal hast du Glück, wenn du dich mindestens ein Quartal vorher umsiehst – besser noch früher. Zahlreiche „aktuelle“ Mieter suchen in diesem Zeitraum einen Nachmieter für ihre Studentenwohnung. Versteife dich aber nicht zu sehr auf diese langfristigen Glücksgriffe. Nicht selten werden Mietverträge auch sehr kurzfristig abgeschlossen. Etliche dieser bald freiwerdenden Wohnungen werden auch oft unter der Hand, oder eben bei Housy vergeben. So endest du sicher nicht im Wohnwagen auf dem Campus als Repräsentant des Wohnraummangels.
3. Privatsphäre vs. Geldbeutel
Du sehnst dich nach einem eigenen zu Hause und Rückzugsort? Die ideale Lösung für diese Anforderungen kann eine 1-Zimmer-Wohnung sein. Von denen entdeckst du unglaublich viele direkt bei Housy, ganz angepasst an deine Ansprüche.
Du willst neue Kontakte knüpfen, etwas mit anderen Menschen unternehmen oder um die Häuser ziehen? Dann ist eine WG genau das Richtige für dich. Ein weiterer Vorteil ist, dass du dir die gesamten Kosten von der Miete über die Nebenkosten bis zum DSL-Anschluss oder den GEZ-Gebühren teilen kannst.
4. Mitbewohner finden leicht gemacht

Du hast den ersten Schritt geschafft und eine Wohnung gefunden. Nun suchst du passende Mitbewohner. Doch wie findest du den Richtigen, oder die Richtige? Dafür gibt es etliche Möglichkeiten. Die aktuell am häufigsten genutzte Variante ist die Suche über Facebook-Gruppen der Uni oder der Stadt. Auch Wohnheimgruppen bei Facebook sind oft hilfreich. Vollkommen üblich ist es, dass „alte Mieter“ Nachmieter suchen, neue Studenten mit der suchenden Fahne wedeln und auch freiwerdende Plätze in Wohngemeinschaften angeboten oder Mitbewohner gesucht werden. Manchmal gibt es auch Aushänge in der Uni. Halte auch nach beklebten Laternenpfählen und provisorischen Zetteln Ausschau.
Du hast eine Wohnung gefunden? Lies hier alles zum Thema Umzug planen und versinke nicht im Chaos!
5. Alleiniger Hauptmieter vs. gleichberechtigte Gesamtmieter
Okay, die passenden Mitbewohner stehen an deiner Seite. Zwischen Normalos und skurrilen Typen hast du einen kunterbunten Haufen von Charakteren zusammengewürfelt. Schon jetzt riecht das nach einer coolen und interessanten Zeit. Bedeutend ist die Überlegung, ob nur eine Person als Hauptmieter eingetragen wird – und die anderen dann entsprechend dessen Untermieter sind – oder ihr allesamt als gleichberechtigte – und gleichverpflichtete – Mieter im Vertrag auftaucht. Die Unterschiede sind simpel erklärt: Wer als alleiniger Hauptmieter der Studentenwohnung im Mietvertrag steht, muss im worst case auch für sämtliche Kosten alleine aufkommen. Auf der anderen Seite kann er auch ohne kollektive Abstimmung entscheiden. Notfalls auch darüber, wer zu gehen hat. Sind allesamt gleichberechtigt, ist das nicht möglich, was natürlich das ideale Konstrukt ist. Leider sind nicht alle Vermieter zu einer solchen Lösung bereit.
6. Braucht man mehr als einen Bürgen in der WG?
Grundsätzlich nein. Aber das ist sicherlich von Vermieter zu Vermieter bei der Studentenwohnung unterschiedlich. Wahrscheinlich hast du auch noch keine SCHUFA-Historie vorzuweisen. Naja, und von einem „regelmäßigen Einkommen“ kann man bei BAföG & Co. auch nicht wirklich reden. Die Forderungen werden üblicherweise durch einen Bürgen abgesichert. Mancher Vermieter hat dabei das Interesse an einem konkreten und direkten Ansprechpartner. Der steht dann für alle und alles ein. Fair ist es, wenn beispielsweise die Eltern der anderen Mitbewohner den Hauptbürgen wiederum mit einer Sekundärbürgschaft absichern, damit er im Falle des Falles nicht alleine im Regen steht. Besonders vorsichtige Vermieter akzeptieren auch mehrere Bürgen gleichzeitig. Das ist allerdings ziemlich wackelig, weil sich die offenen Kosten einer WG nur schwer der jeweils einzelnen Person zuordnen lassen. Außerdem kann er auch nicht frei nach Belieben auf den jeden Bürgen zugreifen.
7. Mietvertrag prüfen – die Tücke liegt im Detail

Beim ersten Mietvertrag gibt es so einiges zu beachten. Schau zum Beispiel auf die Mietdauer. Wie lange musst du mindestens in der Wohnung bleiben? Im Studentenwohnheim ist die Wohndauer oft begrenzt. Du musst die Wohnung beim Auszug renovieren? Dann wirf einen Blick auf den Artikel zum Thema Schönheitsreparaturen, vor kurzem wurden die Rechte der Mieter gestärkt und eine Renovierung ist nicht immer rechtens. Zuletzt solltest du schauen, was zum Thema Kaution drin steht. Das ist oft ein großer Kostenpunkt, normal sind ca. 3 Nettokaltmieten. Oft ist es aber möglich, diese in Raten zu zahlen. Zudem solltest du sehen, in welchen Fällen der Vermieter die Kaution einbehalten möchte.
Wenn du dir unsicher bist, ob das alles mit rechten Dingen zugeht, kannst du auch einen Anwalt zu Rate ziehen. Viele Unis bieten eine kostenlose Mietrechtberatung an, an die du dich wenden kannst.
Auch die Kaution spielt schon im Mietvertrag eine Rolle. Zum Thema Kautionsrückzahlung erfährst du alles hier.
8. Nebenkosten realistisch einschätzen
Bewerte die Miete und vor allem die Nebenkosten realistisch. Nicht selten ist es so, dass man sich über eine relative geringe Warmmiete freut und das böse Erwachen mit der Nebenkostenabrechnung kommt. Waren die Vorauszahlungen zu niedrig angesetzt, musst du plötzlich eine satte Nachzahlung leisten und die Warmmiete ist in Wirklichkeit viel höher als angenommen. Das kann das Budget ganz schön auf den Kopf stellen.
9. Und wie bringe ich die Kaution auf?

Wichtiger Bestandteil des Mietvertrages ist die Mietsicherheit, bzw. die Kaution. Auch bei einer Studentenwohnung kommst du um diesen Biss in den sauren Apfel nicht herum. Dieser nicht unerhebliche Posten will erstmal aufgebracht werden. Fällig wird die Kaution meistens vor der Schlüsselübergabe, in machen Fällen auch erst bei Unterzeichnung des Mietvertrages. Einen Automatismus gibt es da übrigens nicht. Im Gesetz steht nichts von einer Verpflichtung zur Mietkaution. Eine solche Pflicht beginnt erst, wenn sich eine entsprechende Klausel im Mietvertrag befindet. Entweder seid ihr selbst imstande, die Kaution abzudrücken oder ihr behaltet die Knete und schließt bei einer sogenannten Kautionskasse einen Vertrag ab. Die Vor- und Nachteile müsst ihr einfach abwägen. Kautionskassen arbeiten natürlich nicht kostenlos, aber zu überschaubaren Konditionen. Diese Konditionen solltest du dir aber unbedingt genau durchlesen, da diese oft sehr unterschiedlich sind. Das positive Argument für die selbst beim Vermieter hinterlegte Mietkaution ist demgegenüber, dass man die Kaution nach Auszug inklusive der aufgelaufenen Zinsen zurückbekommt. Verstehen könnt ihr das auch als ein Sparkonto der besonderen Art. Was ist die Alternative? Mieterrecht ist es übrigens, dass die Mietkaution in Raten gezahlt werden kann.
10. Wohnberechtigungsschein für Studentenwohnung beantragen
Zum Bezahlen der Studentenwohnung gibt es einige Möglichkeiten. Dafür gibt es öffentliche Hilfen, die euch sowohl als Mieter einer eigenen Wohnung als auch innerhalb einer Wohngemeinschaft zustehen. Was du bekommst, hängt von deinem Einkommen ab. Klar ist, dass jeder Euro hilft. Macht ja keinen Sinn, wenn ihr irgendwann den Master in der Tasche habt, euer Körper durch ewige Nudeln-mit-Ketchup-Ernährung schlapp macht. Der WBS hat aber noch einen ganz anderen Sinn: Damit könnt ihr öffentlich geförderten Wohnraum beziehen – also günstige Sozialwohnungen. Ausführlichere Infos zu der Thematik findet ihr in diesem Artikel zum Thema Wohnberechtigungsschein.
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Wir von Housy wünschen viel Erfolg bei der Suche und einen guten Start in der Studentenwohnung. Vielleicht sieht man sich ja mal auf dem Campus.






