Vorsicht ist besser als Nachsicht
Realistische Einschätzung – 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht
Mietnomaden sind das Schreckgespenst für Vermieter. Und die ehrliche Aussage gleich zu Beginn: Ein absolut wasserdichtes Konzept, ein lückenloses Patentrezept gegen diese fragwürdigen Zeitgenossen gibt es nicht. Tatsache ist: Totaler Schutz vor Mietnomaden bleibt leider eine Wunschvorstellung. Umso wichtiger ist es für Sie, bei der Neuvermietung genau hinzusehen, wem Sie Ihr Eigentum anvertrauen.
Vorsicht ist die Mutter der Vermieter-Porzellankiste
Die ausbleibende Miete wäre zwar ärgerlich, aber möglicherweise noch verkraftbar, wenn der Mieter anschließend verschwunden ist. Schließlich haben Sie noch die Mietkaution, auf die sie in gewissen Fällen zugreifen können. Häufig aber ist der finanzielle Schaden weitaus höher. Summa summarum im Durchschnitt übrigens locker mal ca. 33.000 Euro. Denn in vielen Fällen hinterlassen Mietnomaden die Wohnung in einem katastrophalen Zustand. Zum negativen Saldo hinzu addieren müssen Sie also Renovierungskosten, weitere Mietausfälle, bis die Wohnung sich wieder in einem vermietbaren Zustand befindet, und letztlich auch noch Kosten für Rechtsanwälte und Klageverfahren. Schutz vor Mietnomaden ist vor diesem Hintergrund mehr als angebracht. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Aspekt kommt hinzu:
Mietnomaden sind oftmals zugleich Messies
Leicht vorstellbar und keinesfalls unüblich ist es, dass Mietnomaden sich wie Messies verhalten. Die Auswirkungen auf die Hausgemeinschaft und den Gesamtwert der Immobilie sind nahe liegend. Kein Mensch möchte in einer Nachbarschaft wohnen und leben, in der sich der Müll türmt, wodurch der Ungezieferbefall, die Geruchsbelästigung und Schimmelsporen bereits mit der Fahne winken. Sie als Vermieter möchten eine angemessene Miete durchsetzen, ebenso eine funktionierend freundliche Hausgemeinschaft beieinander wissen und den Wert der Wohnung auf einem hohen Niveau halten. Ohne ebenso durchdachten wie konsequenten Schutz vor Mietnomaden riskieren Sie all das und noch mehr. Leichter gesagt als getan – oder?
Das können Sie tun
Bonitäts-Check ist nur ein winziger Baustein
Welche Möglichkeit es da gibt? Es ist nicht nur eine einzige Option, sondern ein komplettes Paket, mit dem Sie sich ein besseres Gefühl bei der größten machbaren Sicherheit geben. Haben Sie dabei immer im Hinterkopf, dass Sie den idealen Kandidaten keinesfalls durch überzogene Bürokratie oder extremes Misstrauen verschrecken wollen. Ein Spagat, zwischen dem Schutz vor Mietnomaden und dem Einzug von seriösen Mietern, der nach einem gewissen Fingerspitzengefühl verlangt. Das erste probate Mittel im Menü-Baum der Vermieter ist und bleibt die Bonitätsauskunft. Dabei sind Sie sich dessen bewusst, dass diese Auskunft lediglich tagesaktuellen Informations-Charakter besitzt. Wer heute noch zahlungsfähig ist, kann es schon am nächsten Tag durch Arbeitslosigkeit oder sonstige Schicksalsschläge nicht mehr sein.
Durch verifizierte Unterlagen absichern
Selbstverständlich gibt es für den Schutz vor Mietnomaden weitere Möglichkeiten. Bekannt sind Ihnen sicherlich die Datenbanken, in denen bekannte Fälle bzw. auffällige Personen gelistet sind. Die solvente Bonität hat nur begrenzte Aussagekraft; mehr Aufschluss über einen Verdacht können Sie in diesen Datenbanken erhalten. Aussagekräftig können auch Vorvermieterbescheinigungen sein, z.B. zur Mietschuldenfreiheit. Irgendwo müssen die potenziellen Mieter zuvor gewohnt haben. Wurde die Miete dort regelmäßig bezahlt? Lassen Sie sich eine Bescheinigung des ehemaligen Vermieters und gerne auch entsprechende Kontoauszüge vorlegen. Und schon zeigt sich wieder ein Risikofaktor: Solche Unterlagen lassen sich bei ausreichend krimineller Energie leicht fälschen. Nur folgerichtig sollten Sie sich weitere Belege zeigen lassen, beispielsweise den aktuellen Gehaltsnachweis. Und dass Sie die Wohnungsschlüssel erst übergeben, sobald die erste Miete und die erste Kautionsrate bezahlt sind, versteht sich als Schutz vor Mietnomaden von selbst.
Vorsätzliche Hürden einbauen
Vorteilhaft kann es sein, den Abschluss des Mietvertrages nicht zu simpel zu gestalten. Denken Sie durchaus mal mit den Augen der kriminellen Energie, um sie zu verstehen. Schutz vor Mietnomaden konstruieren Sie bereits durch komplexere Anforderungen, zu denen seriöse Mieter sehr gerne bereit sind. Mietnomaden haben oft keine Zeit und erst recht kein Interesse an umständliche Abwicklungen. Nutzen Sie diese Realität als probates Mittel für Ihre eigenen Zwecke. Chiffre-Anzeigen sind für die schwarzen Schafe meist zu umständlich, solvente Bürgen zu benennen ebenso. Versuchen Sie aber nicht zu übertreiben, damit keiner auf die Idee kommt, Sie würden eine uneinnehmbare Festung vermieten; aber die eine oder andere Hürde zu installieren. ist unbedingt hilfreich.
Bei Housy laden potenzielle Mieter ihre Unterlagen direkt hoch, sodass Sie als Vermieter da nicht hinterher sein müssen. Finden Sie auf Housy für Vermieter den passenden Mieter ohne viel Aufwand.
Mietnomade ist bereits eingezogen?
Im Fall des Falles direkt zum Anwalt
Wohlgemerkt, das alles sind Tipps, die wir Ihnen für den Schutz vor Mietnomaden an die Hand reichen, bevor die marodierenden Mieter eingezogen sind. Ist der Mieter in den sprichwörtlichen Brunnen gefallen, gibt es in den meisten Fällen nur den juristischen Weg. Zumal wir zu Rechtsauskünften weder befähigt, noch befugt sind, können wir Ihnen in solchen Fällen nur den direkten Weg zum Rechtsanwalt raten. Einerseits, um Formfehler zu bei der Zahlungs- und Urkundenklage zur vermeiden, andererseits, um die realistischen Chancen für eine erfolgreiche Räumungsklage rechtzeitig abzuklären. Das Gesetz ist in dieser Thematik grundsätzlich auf der Seite der Geschädigten. Doch jede Entscheidung bleibt eine Einzelfallentscheidung. Zumal die Gerichte überlastet sind, was zwangsläufig für zeitlich lange Feststellungsverfahren sorgt, neigen viele Vermieter zu einem außergerichtlichen Vergleich. Ob das für die gesamte Branche der stimmige Weg ist, wagen wir von Housy zu bezweifeln.
Der Intuition und Menschenkenntnis vertrauen
Unser vorletzter Ratschlag richtet sich an Ihr menschliches Urteilsvermögen. Vermutlich ist es nicht das erste Mal, dass Sie eine Einschätzung über potenzielle Mieter vornehmen müssen. Bei allen Bedenken nutzen Sie Ihre Menschenkenntnis auch in diesem Fall. Kommt Ihnen irgendetwas nicht sauber vor, suchen Sie lieber weiter nach geeigneten Mietern. Sollten Sie das Objekt erst ein Quartal später als geplant vermieten können, ist der Ausfall ein Klacks gegen das, was Ihnen ohne vorsichtigen Schutz vor Mietnomaden passieren kann.
Und hier der letzte Gedanke
Kommen Menschen in persönliche oder berufliche Schwierigkeiten und sind deshalb nicht imstande, die Monatsmieten zu bezahlen, sind das keineswegs Mietnomaden. Das sind Mieter mit Problemen, mit denen Sie das Gespräch suchen sollten. Es geht nun mal nicht immer alles glatt im Leben und wir sind alle nur Menschen. Ist der Mieter mit zwei aufeinander folgenden Mieten im Verzug, hat der Vermieter das Recht zur fristlosen Kündigung. Ganz ehrlich, das ist ein Pappenstiel der Schwierigkeiten, wegen derer Sie sämtliche Möglichkeiten zum Schutz vor Mietnomaden in Anspruch nehmen sollten.
Wir von Housy wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Mietersuche. Hier findet der Mieter nicht Sie, sondern Sie finden den passenden Mieter – passend zu Ihren Anforderungen!
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